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Ich glaube, niemand wäre
überrascht, wenn ich Eure Arbeit als sehr anspruchsvoll
ausproduziert bezeichne.
Julian:
Hey vielen Dank !
Simon:
Cheers man ! Ich denke, es ist ein zweischneidiges Schwert. Man muss schon vorsichtig
bei der Studioarbeit sein, wenn man das Material später auch live spielen
möchte. Es geht darum, die Balance zu finden. Ich versuche immer zu erreichen,
dass meine Songs an Tiefe gewinnen, ohne dabei das Fundament der Grundidee zu
verlieren. Manchmal ist weniger halt mehr und deswegen bin ich immer extrem vorsichtig,
wie weit ich beim Produzieren gehe.
Simon,
Julian - wenn ich mich nicht irre, ist Euer Verhältnis zueinander mehr als
das übliche Künstler / Produzent Tandem?
Julian:
Wir beide waren schon Freunde, bevor wir zusammen angefangen haben, Songs zu schreiben
und zu produzieren. Simon ist ebenfalls ein Produzent und Musiker - nicht nur
ein Künstler. Das gleiche gilt auch für mich. Simon und ich sind sehr
gute Freunde.
Simon:
Wir waren eben Freunde, bevor wir angefangen haben zu produzieren.
Uns faszinieren und inspirieren dieselben Dinge. Dazu gehören
dieselben Filme, Künstler und Bücher. Das gemeinsame
Produzieren war niemals ein Thema, bis wir zusammen "Supercell"
geschrieben haben.
Wie seid Ihr beide
Euch über den Weg gelaufen und wie lange ist das her?
Julian:
Ich traf Simon das erste Mal vor sechs Jahren in Frankfurt am
Main. Er war gerade frisch von Kanada nach Deutschland gezogen
und hatte schon zwei Songs in den Charts. Ich hatte für
Warner Music Germany ein bisschen extra Promotion für ihn
gemacht (Webpräsenz, Fans sortieren etc.). Wir haben uns
in einem kleinen Café getroffen. War irgendwie witzig,
denn mein Englisch war zu dem Zeitpunkt mehr als schlecht. Ich
glaube, Simons erster Gedanke war: "Was für ein Trottel!".
Simon:
Ja, André und ich trafen uns durch WEA Records. Ich hatte
gerade mein Debütalbum "All of who you are" promotet.
Wir arbeiteten zusammen an der Website, Fanclub usw. und wurden
dadurch Freunde. Ein Jahr später entschieden wir uns, zusammen
unsere eigene Produktionsfirma zu gründen. Eins kam zum
anderen. Das führte letztendlich dazu, dass wir zusammen
an unserem Songmaterial gearbeitet haben, und es immer noch
tun! Wir sind noch immer gute Freunde und haben mittlerweile
unsere eigenen Produktionsfirmen am Laufen. Auch wenn ich IMMER
NOCH denke, dass er ein Trottel ist...
Wie arbeitet Ihr
eigentlich zusammen ?
Julian:
Momentan arbeitet jeder in seinem eigenen (lokalen) Studio.
Simon lebt in Kanada/Vancouver und ich in Deutschland/Braunschweig.
Durch das Internet ist es doch sehr einfach, die Dateien hin
und her zu schicken. Bevor Simon zurück nach Kanada gezogen
ist, gehörte uns das Major-Tonstudio Fusion Music in Frankfurt
am Main. Dort haben
wir auch den fundamentalen Teil seines aktuellen Albums "Time
For Truth" aufgenommen und produziert. Dort hab ich auch
angefangen, mein eigenes Material zu schreiben, welches man
auf dem erscheinenden EAS Album "One Step Beyond "
hören kann.
Wenn
Simon und ich anfangen, zusammen an einem Song zu arbeiten,
baut sich alles automatisch auf. Wir werfen Ideen ein, um sie
dann wieder zu verwerfen. Und das solange, bis das Beste übriggeblieben
ist. Das Ergebnis produzieren wir dann zusammen zu einem amtlichen
Resultat.
Simon:
Es war immer eine Art symbiotischer Erfahrung mit Julian im
Studio. Es gab Tage, da hätte ich ihn am liebsten aus dem
Fenster geworfen. Nun, wegen der momentanen (räumlichen)
Distanz zwischen uns, läuft gerade alles über das
Internet. Vorzugsweise benutze ich yousendit.com - es ist einfach
und sicher. Julian und ich arbeiten immer an irgend etwas, und
das ist nicht immer Musik. Momentan bringe ich ihm gerade bei,
seine Wutausbrüche im Zaum zu halten ... goooooose fraaaabbbbaaa!

Beeinflusst
Ihr Euch gegenseitig ? Julian: Soweit es mich angeht,
hat Simons Musik mich schon immer beeinflusst. Ich denke, er und ich haben dieselbe
Vision von Musik. Aber doch manchmal einen sehr unterschiedlichen Musikgeschmack
und musikalische Einflüsse. Simon:
Ich mag Julians Status Quo Alben nicht !!! Oder wenn er seine Iron Maiden Scheiben
hervorkramt . Aber wir sind definitiv
auf einer Wellenlänge, wenn es um elektronische Ambient Produktionen geht.
Wir nennen das gerne Space-Pop!
Auf
den Punkt gebracht - was ist der schlimmste Teil bei Eurer Zusammenarbeit? 
Julian:
Ich denke, Simon und ich leiden am S.A.S (Studio Arschloch Syndrom). Wir sind
beide leidenschaftliche Songwriter und unser Geduldsfaden ist von Haus aus sehr
dünn gestrickt. Manchmal würden wir uns am liebsten gegenseitig aus
dem Fenster werfen. Aber die Ergebnisse unserer Arbeit lohnen sich. Allerdings
haben schon viele Session Musiker unter diesem Joch leiden müssen.
Speziell
meine Person kann sich zu einem großen Ärgernis entwickeln, wenn es
um das Proben für Live-Gigs geht .
Ich erwarte absolute Professionalität und Hingabe. Ich mag es nicht, wenn
andere Musiker versuchen, auf Biegen und Brechen ihre persönliche Note einzubringen,
obwohl es gar nicht zum jeweiligen Bandsound passt.
Ähnliches
gilt auch beim Songwriting. Ich habe kein Problem, mit anderen Leuten an Songs
zu arbeiten, aber da muss von Haus aus schon ein bestimmter professioneller Standard
vorhanden sein. Speziell die Deutschen haben die Tendenz, fürchterliche englische
Texte zu schreiben. Selbst wenn sie es so hinkriegen, dass wenigstens die Grammatik
stimmt (was nicht oft der Fall ist), klingen die Texte kitschig bis lächerlich,
oder als wären die Autoren gerade dem Kindergarten entsprungen. Nicht im
Entferntesten ein Ansatz von metaphorischem oder dichterischem Schreiben. Das
ist der Grund, warum ich bei vielen Leuten die Zusammenarbeit auf dieser Ebene
lieber sein lasse. Das Problem habe ich z.B. bei Simon nicht, denn er ist wirklich
talentiert. Letzten Endes denken die Leute, dass ich ein arroganter Arsch bin,
aber das ist mir egal.
Simon:
Julian hat schon bezüglich des S.A.S. zu einem gewissen Maß Recht,
speziell was unser dynamisches Zusammenarbeiten betrifft. Das heißt aber
nicht automatisch, dass es gleich alle meine Arbeitsbeziehungen betrifft. Wie
ich, ist Julian ein Perfektionist, aber er geht manchmal noch weit über diesen
Punkt hinaus und wird dann launisch .
Das kann sich schon frustrierend auswirken. Ich denke, das Ganze rührt da
her, dass wir halt beide Perfektionisten sind. Wir schieben uns gegenseitig in
die Extreme, um das beste Ergebnis aus dem anderen herauszuholen. Das
erinnert mich ein bisschen an die Tears For Fears Studiomentalität. Zum Beispiel
während der Schlagzeugaufnahmen zu "Supercell" . Die meisten Leute
wären mit meinen ersten "Takes" schon zufrieden gewesen, aber nicht
Julian. Er ging noch einen Schritt weiter und tat genau das Richtige, indem er
es schaffte, dass ich ein bisschen härter an mir arbeitete, als ich es normalerweise
tun würde. Ich denke, ein Produzent braucht diese Eigenschaft - das Beste
aus demjenigen herauszuholen. Zusammen an eigenem Material zu arbeiten, ist eine
Art Anerkennung der qualitativ hochwertigen Kreativität des anderen und so
bringen wir einige unserer besten Ideen zusammen.. Ich denke auch, dass Julian
und ich als Produktionsteam möglicherweise gar ernüchternd im Studio
wirken können, speziell, wenn ein Künstler oder eine Band nicht aus
dem Toleranzbereich treten möchte.
Und was nun ist dann das Beste an der Zusammenarbeit ? Julian:
Mit Simon zu arbeiten ist immer lustig (abgesehen vom S.A.S). Er kommt mit so
vielen großartigen Ideen an. Der Fakt, dass er auch noch verschiedene Instrumente
wie Schlagzeug, Gitarre, Piano und Keyboard spielt, hat uns schon viel Stress
erspart bezüglich externer Musiker. Aber am meisten Spaß hat es gemacht,
mit ihm im Studio Half Life und Serious Sam zu spielen. Wir haben es vorgezogen,
eine dreiwöchige Dauer-Lan-Party zu machen, statt unser Studio-Equipment
aufzubauen. Nichts macht mehr Spaß, als ihm mit der Brechstange eins über
zu ziehen und danach gemeinsam einen guten Song zu schreiben.
Simon:
Das war eben der einzige Weg, den Druck loszuwerden - mit sinnlosen Killattacken!!
Nein, aber ernsthaft - mit jemandem zu arbeiten, der genauso bestrebt ist, ein
perfektes Ergebnis zu erzielen, ist sehr angenehm für mich. Er hat ein ähnliches
Gefühl für einen Song wie ich, was dessen Produktion und Stimmung angeht.
Julian weiß, was er will und ich auch. Das macht es während einer Produktion
viel einfacher - zu wissen, was wir nicht wollen. Das schließt von vorn
herein auch viele unnötige Arbeit aus.
Was hört Ihr gerade so
an Musik ( und über was .. IPod, Vinyl, Gigs etc. )
Julian:
Die Bandbreite der Musik, die ich höre, ist sehr groß. Meine Helden
auf Lebenszeit sind Bands wie Pink Floyd und Genesis, aber es gibt auch andere
gute und aktuellere Bands wie Travis, Keane, Ivy, Filter, Enya, IQ, Marillion,
Saga etc.! Die Liste ist endlos. Ich habe ein gutes HiFi CD-System mit Mp3 Option
zu Hause. Natürlich hab ich auch einen MP3 Player für unterwegs. Einen
Plattenspieler besitze ich allerdings nicht mehr.
Simon:
Derzeit schreibe und produziere ich Musik, anstatt mir andere Künstler anzuhören.
Wenn ich andere Musik höre, dann meistens Zeug, was mich inspiriert. Ich
passe auf und lerne, wie andere ihr Sounddesign und die Produktion machen. Das
schafft frische Impulse, aber ohne zu kopieren. Das
Meiste davon habe ich auf meinem IPod und kriege es von ITunes. Momentan höre
ich viel Genesis, weil ich für das 40-jährige Jubiläum der Band
einen Coversong beisteuere. Hinzu kommt, dass ich als DJ viel Psy-Trance aus Deutschland
und Schweden auflege .
Ich höre und produziere auch einige Bohemian Persian Tracks. Gerade eben
höre ich Talk Talk's - "The Colour of Spring". Von dem Album krieg
ich niemals genug.
Simon,
ein Song wie "Mirror" fängt mit einer Akustikgitarre an und wird
dann schnell mit einer Explosion aus Synthies und Effekten unterlegt. Mich würde
der Prozess von der Idee bis zum fertigen Track interessieren.
Simon:
Nun, den Song nahm ich damals als Demo mit zu Schallbau. Die haben das Teil überarbeitet
und an einigen Stellen verschönert. Diesen Song habe ich während meiner
Promotionkampagne für mein Debütalbum geschrieben. Schallbau war zu
der Zeit noch involviert in meine Produktionen. Ursprünglich gab es die Absicht,
diesen Track als Single zu veröffentlichen, aber durch die Zusammenarbeit
mit Howard Jones an dem "Shine Through" wurde dieser Track die Single.
Wir entschieden, "Mirror" auf das nächste Album zu packen. Deswegen
ist dieser Song auch der einzige, der nicht zur endgültigen Albumproduktion
von "Time For Truth" gehört.
Wie
viel Material existiert bereits, bevor man mit den endgültigen Aufnahmen/Produktionen
anfängt? Simon: Im Regelfall nehme ich erst einmal
alle Grundgerüste der Songs auf ( Gesang und Gitarre oder Gesang und Piano).
Ich schreibe meine Songs so, dass sie auch ohne großartige Produktion existieren
können. Danach kann man bestimmte Elemente implementieren bzw. austauschen.
Wie auch immer, es existiert immer eine solide Songstruktur, bevor ich anfange
aufzunehmen.
Wie viel
wird neu arrangiert während einer Produktion? Simon:
Es hängt davon ab, wie weit fortgeschritten ein Song ist, bevor man anfängt,
ihn auszuproduzieren. Meistens werden die Tracks nur für Radioversionen oder
Remixe neu arrangiert.
Und wie lange
dauert das Feintuning? Julian:
Ich schätze mal 2 Jahre...  Simon:
So lange, wie es dauert..
Wie
war jeder von Euch in die Produktion involviert? (Album: Simon Collins "Time
For Truth") Simon:
Nun, ich habe mir die Jobs Künstler und Produzent auf die Kappe geschrieben.
Ich hab die Songs geschrieben, mit aufgenommen, mit abgemixt und mit gemastert. Julian:
Meine Aufgabe bei der TFT Produktion war das Produktionsmanagement. Ich habe
das komplette Team organisiert,
Session Musiker eingestellt, das Studio geleitet und Simon beraten, was den jeweiligen
Produktionsstatus der Songs anging. Ich habe ebenfalls als Autor, Musiker und
Produzent bei dem Song "Supercell" mitgewirkt.
Nun
die klassische Equipment Frage. Es muss keine ausführliche Liste sein, nur
die wichtigsten Dinge. Ich bin neugierig, wie groß der Hardware - Software
Split bei Euch ist. (Und nicht vergessen, die Ohm Force Mitbewerber zu erwähnen).
Julian:
Bisher habe ich für meine Produktionen immer ein Apple MAC System mit Logic
Audio Platinum benutzt. Ich benutze Logic jetzt immer noch, allerdings nur noch
auf dem PC (ich mag Cubase nicht). Ich besitze nicht mehr viel externe Hardware,
weil es schon soviel als VST-Plugins gibt. Extern benutze ich nur noch meine Digital
/ Analog Mischer in Kombination mit MOTU Geräten.
Ich
benutze die komplette Ohm Force Produktpalette bei meiner Arbeit.
Sehr oft kommt das OhmBoyz Delay zum Einsatz, wenn ich viel
mit sphärischen und Arpeggio-lastigen Elementen arbeite.
Es ist mein Standard Delay. Ich benutze Predatohm und Frohmage
für härtere Sounds. Bei meiner eigenen Band EAS kommt
viel Mobilohm und OhmBoyz zum Einsatz, weil wir sehr viel mit
Modulationen arbeiten. Der Melohman ist mein Joker, falls es
die anderen Synths nicht bringen. 
Simon:
Ich benutze einen MAC G4 und Logic Audio in Verbindung mit einem Yamaha 02R Digital
Mischer. Ich halte derzeit noch eine ganz gute Balance zwischen Hardware und Software
- bezüglich Synthesizer. Extern benutze ich immer noch den Waldorf MicroQ,
den Nord Lead II und meine Moogs. Alles
andere ist Software basierend. Den Absynth habe ich zum Beispiel bisher viel benutzt.
Ich habe auch eine große Sammlung an EXS Samples, inklusive die von Sonic
Reality, welche konstant zum Einsatz kommen. Das Plugin, was ich am häufigsten
benutze, ist OhmBoyz. Wie bei Julian, ist es einer meiner Standard Delays für
Arpeggios oder Sequenzen. Es ist so dynamisch, dass es hilft, bestimmte Sounds
sphärisch aufzuwerten. Auf "Time For Truth" kam es sehr oft zum
Einsatz. Speziell bei dem Song "Sunburn".
Eine
spezielle Frage an Simon hinsichtlich des familiären Backgrounds: Wie bist
Du in die Thematik Musik hineingewachsen und wie beeinflusst es Dich, Deine Musik
und Deine Performance?
Simon: Ich habe mit 17 angefangen,
mein eigenes Material zu produzieren. Ich genoss schon damals immer den Luxus,
das beste Equipment zu benutzen. Das kam durch meinen Vater und durch meinen Stiefvater,
der damals einen Musikladen hatte. Zuerst benutzte ich eine Fostex 8-Spur Bandmaschine,
danach kam das ADAT und dann der MAC mit Logic. Richtig ernst wurde es erst, als
ich anfing, mit Schallbau zu arbeiten, und letztendlich mit Julian die Produktionsfirma/das
Tonstudio Fusion Music in Frankfurt am Main gründete. Wir haben dann gleich
mit Topleuten zu tun gehabt, die uns eine Menge beigebracht haben, was die beste
Hardware und Software anging.
Erst
kürzlich wohnte ich den Proben von Genesis in New York bei und hatte das
Vergnügen, u.a. Dave Kerzner von Sonic Reality zu treffen. Ich flog nach
Hause mit über 5000 neuen Samples in der Tasche. Natürlich hat es seine
Vorteile, einen Background zu haben, wie es nun mal bei meiner Familie der Fall
ist. Der direkte Einfluss Eurer Software half mir, meine Ziele zu erreichen, bezüglich
meiner atmosphärischen Produktionen. Egal, ob es meinen Solokram oder den
Psychedelic-Trance betrifft, den ich ebenfalls produziere.
Soweit es meine
Performance angeht, versuche ich alles so organisch wie möglich zu halten.
Aber es ist nun mal so, dass viele meiner Songs nicht dieselbe Wirkung haben,
wenn gewisse Produktionselemente fehlen. Daher spielt z.B. der Schlagzeuger zum
Sequenzer mit Hilfe eines Klicktracks. In-Ear Monitoring benutzen wir nur auf
größeren Spielplätzen. Die Live Band besteht aus einem Gitarristen,
einem Bassisten, einem Schlagzeuger und einem Keyboarder. Ich selbst übernehme
noch diverse Perkussion Teile und einige Keyboardlinien. Aber ich versuche, es
so simpel, lebendig und roh wie möglich zu halten. Wenn man haargenau den
gleichen Sound wie auf dem Album hören möchte, kann man ja gleich zu
Hause bleiben.
Eine spezielle Frage an Julian: Eine
Menge Produzenten spielen verschiedene Instrumente und begnügen sich mit
der Studioarbeit. Aber ich bekomme den Eindruck, Du bist auch sehr scharf darauf,
live aufzutreten. Gehst Du mit den Songs auf die Bühne, die Du selbst komponiert
hast oder übernimmst Du vieles von anderen?
Julian:
Was die meisten Leute nicht bemerken ist, dass ich seit über
15 Jahren Musiker und Songwriter bin. Professionelles Produzieren
übe ich erst seit 2000 aus. Wenn ich auf die Bühne gehe,
ziehe ich mein Ding durch und zwar derzeit mit meiner eigenen
Band EAS, für die ich auch die Songs schreibe. Wir hatten
sogar schon ein bisschen Airplay. Derzeit arbeiten wir gerade
an unserem Debütalbum "Celestial". 
Bei welchen Produktionen
habt Ihr noch Ohm Force Software benutzt?
Julian:
Zum Beispiel auf dem Album von Tyler Roberts "Better Day".
Den Titelsong kann man in dem Kinofilm "Suche impotenten
Mann fürs Leben" hören. Da habe ich OhmBoyz benutzt.
Ebenso bei der Single Veröffentlichung von " I Regret
/ A New Dawn" (2003, Fusion Remix), von Deutschlands bekanntester
Synth-Popband DE/VISION und bei der EAS Promotion VÖ "Faded
Love".
Frohmage
und Predatohm habe ich für eine Auftragsarbeit zu dem 3D-Shooter
Computerspiel "Gunship Apocalypse" benutzt, um eine
Cockpit Computerstimme zu kreieren.
Simon:
Hauptsächlich produziere ich nur meinen eigenen Kram, daher
habe ich keine Liste. Alles, was ich bearbeite, hat in irgendeiner
Form Kontakt mit Ohm Force Software, sonst würde ich ja dieses
Interview nicht geben. Ich habe noch ein Nebenprojekt namens "Spacehead",
was mehr in die Richtung Psychedelic -Trance geht. Du kannst Dir
sicher vorstellen, dass da eine Menge OhmBoyz zum Einsatz kommt.
Wie
sehen Eure Zukunftspläne aus?
Julian:
Die nächsten Monate werde ich an dem EAS Debütalbum
arbeiten. Außerdem haben mich Bands engagiert, deren Album
aufzunehmen und zu produzieren. Zudem plane ich noch, mit Simon
an weiteren Songs und Projekten zu arbeiten.
Simon:
Ich plane zum 40. Jubiläum der Band Genesis einen Coversong
zu veröffentlichen. Aber hauptsächlich arbeite ich
an der Vorproduktion meines dritten Albums, welches ich vielleicht
auf meinem eigenen Label "Lightyears" veröffentlichen
werde. Und zwischen all den Plänen und Projekten schreibe
ich natürlich immer wieder neue Songs.
Nun würde ich gerne ein paar
sexy Zitate über Ohm Force hören. Los Jungs, macht mich glücklich.

Julian: “If I was born as a VST Plugin, I probably would
be an OhmBoY” “On every Star Trek convention I always have my Mobilohm
phaser in the pocket” “A day without OhmBoyz is a wasted day”
Simon: “If song is a meditation, I’m in touch with the Ohm Force”
“When in the studio, I’m hangin with my Ohmboyz” ”Every time I create,
I play with my Ohmboy” Vielen Dank für Eure Zeit und
viel Glück mit Eurem Album und Zukunftsplänen! 
Schaut
auch mal auf den offiziellen Websites vorbei:
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